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Lot 7311: Schad, Christian: Baphomet

Christian Schad - 1894-1982

Auction House: Galerie Bassenge

Auction Location: Germany

Auction Date: 2009

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Artist or Maker: Schad, Christian

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Description: Schad, Christian: Baphomet

Baphomet. Tempera und Silberstift auf chamoisfarbenem Velin. 49 x 31,8 cm. Unten links mit braunem Stift signiert und datiert. (19)50.
Eine exzeptionelle Arbeit Christian Schads in Tempera und Silberstift, zu der sich keine Wiederholung im Werk findet. Seit 1936 entstanden erstmals Gemälde mit einer Temperauntermalung. Unzweifelhaft ist der Baphomet" neben der freien geistigen Auslegung dieses angeblichen Götzenbildes des Ritterordens der Templer (1119 - 1312) eine bravouröse maltechnische Meisterleistung. Die Datierung 1950 verweist auf einen Lebensabschnitt Schads, der von Krankheiten und wirtschaftlicher Not dominiert wurde. Für Schad verbindet sich die Auseinandersetzung mit der Gestalt des Baphomet zugleich mit der Frage nach der Identität des Menschen und des Menschlichen. (Günter A. Richter) Der Name Baphomet stammt historisch aus den Anklageprotokollen der Templerprozesse aus dem frühen 14. Jahrhundert. Darin ist von einem "Idol als ein Kopf mit Bart" die Rede, von einer schwarzen Statue wird gesprochen, von einem Kopf mit zwei oder drei Gesichtern oder einer vierfüßigen Gestalt. Es gibt weder einen Beweis für die tatsächliche Verehrung noch ein existierendes Götzenbild des Baphomet. Bezüglich Herkunft und Bedeutung des Wortes "Baphomet" wird gesagt, daß dies das provenzalische Wort für den Propheten Mohammed sei, respektive für das angebliche Idol, welches man den Moslems in einigen "Chansons de geste" zuschrieb. Im 19. Jahrhundert zeichnete der Magier und okkultistische Schriftsteller Eliphas Levi Zahed Baphomet erstmals als Dämon mit gehörntem Ziegenkopf, weiblichen Brüsten und einem Pentagramm auf der Stirn. Die weite Verbreitung und Faszination von Levis Baphomet erklärt sich durch seine vielschichtige Symbolik: Die Figur vereint Gut und Böse, Mensch und Dämon, Frau und Mann, Mensch und Tier und enthält darüber hinaus Elemente der Alchemie.
Provenienz:
Atelier des Künstlers
Privatsammlung Süddeutschland
Ausstellungen:
"Christian Schad, Die späten Jahre 1942-1982. Jesuitenkirche, Galerie der Stadt Aschaffenburg, 1994. Kat. Nr. 12, Abb. S. 101.
Museum Moderner Kunst, Stiftung Wörlen, Passau, 1994-95; Kunsthalle Wilhelmshafen, 1995.
"Christian Schad. Werkschau." Ernst Barlach Museum, Wedel, 1999.
"Christian Schad. Vom Expressionismus zum magischen Realismus". Haus am Waldsee, Berlin, 1999-2000; Museum der bildenden Künste, Leipzig, 2000.
"Christian Schad. Die Magie des Realen". Kunsthalle Erfurt, 2000-2001.
"Christian Schad. Aquarelle, Zeichnungen, Graphiken und Schadographien". Städtische Galerie Wolfsburg, Schloß Wolfsburg, 2001.
"

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