Lot 284 | Diego Rodriguez de Silva y Velazquez
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(Sevilla 1599 - 1660 Madrid) Nachfolger Selbstporträt des Künstlers mit dem Orden von Santiago, oben beschriftet “ANDE... AS”, Öl auf Leinwand, 58 x 43 cm, geschnitzter, vergoldeter Rahmen, (Wo) Bei Roentgenaufnahmen des Gemäldes wurde unter dem Bildnis des Velazquez das qualitätvolle Porträt eines bärtigen Mannes vermutlich aus dem 17. Jahrhundert sichtbar (siehe Abbildung). Das vorliegende Porträt hat eine illustre Provenienz. Es gehörte zur berühmten Cook-Sammlung im Doughty House in Richmond. Sir Francis Cook war 1869 Inhaber eines großen, internationalen Textil- und Manufaktur-Unternehmens durch das er ein Vermögen erwarb, das ihn instand setzte, in der Victorianischen Ära eine der größten Sammlungen antiker griechischer und romanischer Skulpturen sowie bedeutender Altmeistergemälde aufzubauen. Cooks umfangreiche Gemäldesammlung war eine der schönsten seiner Zeit: Sie beinhaltete Tizians berühmtes Porträt von “Ranuccio Farnese”, Fra Angelico, Fra Filippino Lippis “Anbetung der Könige”, Bellinis”Episode aus dem Leben von Publius Cornelis Scipio”, Francois Clouets “Eine Frau im Bade”, Mantegnas “Segnenden Christusknaben” (alle heute in der National Gallery,Washington) und Tizians “Bildnis einer Dame” (heute National Gallery, London). Provenienz: Sir Francis Cook, 1st Bt. (1817-1901) Doughty House, Richmond; danach Sir Francis Cook,4th Bt. (1907-1978);Vose Galleries, Boston, 1960, als Bildnis des Velazquez von der Hand seines Schülers und Gehilfen Juan de Pareja, Sevilla 1610 - 1670 Madrid (rückseitiger Klebezettel); Kunsthandlung Agnew, London; europäische Privatsammlung Ausgestellt: Indianapolis, Herron Museum of Art, El Greco to Goya, 10. Februar - 24. März 1963 Literatur: J. O. Kronig, “A Catalogue of the Paintings at Doughty House Richmond & Elsewhere with the Collection of Sir Frederic Cook”, Bt.,1914, no 23; M. Brockwel,”Abridget Catalogue of the Pictures at Doughty House, Richmond, Surrey in the collection of Sir Herbert Cook”, Bart,1932, p.58, no.503, in the Organ Room as “Attributed to Velazquez”. José Lopez-Rey, “Velazquez. A Catalogue Raisonné of his Oevre”, London,1963, p.184. no. 183, as a “School piece” and p.135 pl.230 (Abbildung); P. M. Bardi,”L’opera completa di Velazquez”, Milano 1969, als eigenhändiges Werk von Velazquez. In seinem Werksverzeichnis von Velazquez, 1963, zitiert José Lopez-Rey zwölf Selbstporträts und vermutliche Selbstporträts, unter denen das vorliegende Gemälde als Schulwerk angeführt ist. Das Gemälde im Museo de Bellas Artes de San Pio V. in Valencia gilt als erste eigenhändige Version. Das vorliegende Porträt unterscheidet sich von diesem um 1640 datierten Bild durch die Hinzufügung des Ordens von Santiago, den Velazquez 1659 erhielt.


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