Lot 6275 | Abel, Josef: Series XCII Iconum
"Series XCII. Iconum ad Originalia Antonii van Dyck et optimorum Calcographorum tabulas, delineatarum a Iosepho Abel Pictore Celeberrimo Viennense. Kalligraphisch gestaltetes Titelblatt und 32 schwarze Kreidezeichnungen nach Anthonis van Dyck. Je ca. 23 x 17 cm. Sämtlich auf der Montierung (des Künstlers?), am unteren Rand jeweils betitelt.
Josef Abel studierte seit 1783 als Schüler Heinrich Fügers an der Wiener Akademie. Auf Raten seines Lehrers widmete er sich der Historienmalerei und gewann 1794 die Goldene Medaille für sein Bild Dädalus und Ikarus. Von 1801-1807 lebte der Künstler in Rom, wo er sich als Historienmaler weiterbildete. Nach seiner Rückkehr nach Wien pflegte Abel eine neoklassizistische, von dem Beispiel Fügers geprägte Malerei, die sich fast ausschließlich Themen der Antike widmete. - Diese Folge von 32 Bildnissen von Künstlern, Gelehrten und Personen aus der Politik geht auf van Dycks Bilderfindungen der "Iconographia" zurück, wobei offenbar als Vorlage nicht immer nur der vollendete Kupferstich diente, sondern wie etwa im Fall des Bildnisses von Paulus Halma (Paul Halmalius) die Vorzeichnung das Vorbild war, da die Darstellung im Gegensinn erscheint und der Porträtierte die Kette noch nicht trägt. Eine Publikation dieser Bildnisse etwa als lithographierte Folge ist nicht bekannt, auch gibt es in dem sorgfältig recherchierten Artikel von W. Engelmann in Meyer's Allgemeinen Künstler-Lexikon keinen Hinweis auf diese Sammlung von Porträts. - Teils etwas fleckig und mit kleineren Papierschäden.
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