March 22, 2013
Live AuctionHardturmstrasse 102
Zurich, 8031 Switzerland
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Viewing NotesGeneva (Highlights) Thur, 21 - Fri, 22 February. Dusseldorf (Highlights) Thur, 28 February - Fri, 1 March. Zurich Sat, 9 - Sun, 17 March, daily 10 am to 7 pm.
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Lot 3001: ROSSELLINO, ANTONIO (UMKREIS) UND ITALIENISCHER
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Description: ROSSELLINO, ANTONIO (UMKREIS) UND ITALIENISCHER 'COFANAIO'(Settignano um 1427 - 1479 Florenz)Florentinischer Flügelaltar. Um ca. 1460.Tempera auf Holz und bemalter Stucco. 80,7 x 54 cm (zentrale Tafel), 72,6 x 27,2 cm (linker Flügel), 72,5 x 26,5 cm (rechter Flügel).Madonna mit Kind (Hauptblatt); die Madonna erscheint mit ihrem Kind dem büssenenden Hieronymus; die Heiligen Rochus, Sebastian und Nikolaus von Tolentino (linker Flügel); der Schmerzensmann mit den Passionssymbolen, die Heiligen Maria Magdalen, Katharina von Alexandrien (?) und Klara (rechter Flügel).Dieses in dieser Form eher rare Flügelaltärchen zur privaten Andacht ist ein typisches Produkt toskanischer Handwerkskunst, die in der Renaissance noch lange parallel zur künsterischen Produktion der grossen Meister ausgeübt wurde. Als Herstellungsort darf Florenz postuliert werden, wo vermutlich zumindest der 'Stucco' Abguss vom Modell der all bekannten Madonna mit Kind - einer Variation der Madonna dei Candelabri - des berühmten Florentiner Bildhauers, Antonio Rosselino (Settignano,1427-1479 Florenz) angefertigt wurde. Schon früh gegen 1300 entwickelte sich in Florenz eine Berufsschicht von etwas weniger begabten Malern, welche auf dem Markt der grossen Kunst und damit der grossen künstlerischen Aufträge nicht mithalten konnten und sich deshalb auf die Herstellung und Bemalung diverser Objekte zum häuslichen Gebrauch spezialisierten: die sogenannten ‚Cofanai' und ‚Forzerinai'. Sie arbeiteten in unmittelbarer Nähe zu den grossen Künstlern, die auch selbst gelegentlich die Produktion sogenannt geringerer Kunst nicht verachteten und oftmals auch in diesem Sektor grosse Kunst schufen und in erster Linie zu den Schreinern und anderen Handwerkern (Vergolder), die in der Produktion ihrer Objekte zentral involviert waren. Die Werkstätten der ‚Cofanai' deshalb waren oftmals in unmittelbarer Nähe jener ihrer Korrespondenten, etwa der Schreiner. Es ist genau in einem solchen Milieu, wo vorliegendes Objekt geschaffen wurde. Der unbekannte Maler der Altarflügel war einer dieser zahlreichen ‚Cofanai' und Cassone Maler. Sein Stil ist eklektisch und nimmt, wie dies auch für verschiedene andere Cassone Maler und Cofanai zutrifft, durchaus - wenngleich in etwas naiver Art - nostalgisch auch Stilelemente der spätgotischen Kunst der norditalienischen Höfe auf. Es überrascht denn kaum hier gewisse Stilfloskeln zu sehen, die etwas an die Kunst der Bembo und anderer Lombarden erinnert. Diese stilistischen Beobachtungen und die Tatsache, dass die Madonna des Hauptblatts einem Modell Antonio Rosselinos entstammt lässt eine chronologische Einordnung des Hausaltärchens gegen 1460 als wahrscheinlich erscheinen. Wir danken Prof. Dr. Gaudenz Freuler für diesen Katalogeintrag. Circle of ROSSELLINO, ANTONIO AND ITALIAN 'COFANAIO'(Settignano circa 1427 - 1479 Florence)Florentine winged altar. Circa 1460.Tempera on panel and painted stucco. 80.7 x 54 cm (central panel), 72.6 x 27.2 cm (left wing), 72.5 x 26.5 cm (right wing).
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Lot 3002: MARKEN (ANCONE), UM 1480Leidender Christus.Tempera
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Description: MARKEN (ANCONE), UM 1480Leidender Christus.Tempera und Goldgrund auf Holz. 17,3 x 18,3 cm.Provenienz :- Sammlung Alt Bundeskanzler Konrad Adenauer.- Sammlung Heinz Kisters, Konstanz.- Auktion Christie's, London, 26.6.1970, Los 11 (als Umkreis Ludovico Brea da Nizza).- Sammlung Ian Woodner, New York.- Auktion Christie's, New York, 19.5.1993.- Schweizer Privatbesitz. MARKEN (ANCONE), CIRCA 1480Christ, Man of Sorrows.Tempera and gold ground on panel. 17.3 x 18.3 cm. Provenance :- Collection of Konrad Adenauer.- Collection of Heinz Kisters, Constance.- Christie's, London, 26.6.1970, Lot 11 (as Circle of Ludovico Brea da Nizza).- Collection of Ian Woodner, New York.- Christie's, New York, 19.5.1993.- Swiss private collection.
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Lot 3003: MEISTER DER AACHENER SCHRANKTÜREN(tätig in Köln,
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Description: MEISTER DER AACHENER SCHRANKTÜREN(tätig in Köln, letztes Drittel des 15. Jahrhunderts)Doppelseitig bemalte Altartafel: Christus vor Kaiphas und Teile einer Verkündigungsszene. Um 1485-90.Öl auf Holz. 49,5 x 48,5 cm.Gutachten: Dr. Bernd Konrad, 22.1.2013.Provenienz:- Sammlung Staehelin-Paravicini, Basel.- Auktion März 1939 (als Deutscher Meister, 15. Jh., Christus vor Pilatus).- Schweizer Privatsammlung.Literatur:- Auktionskatalog 'Catalogue des collections Staehelin-Paravicini dont la vente aux enchères', Basel März 1939, S. 8, Nr. 5, Abb. Tafel IV.- Konrad, Bernd: Alfred Stange. Kritisches Werkverzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, Band II, Radolfzell 2009, Nr. 482, NW482-1 mit Abb.Die hier angebotene Tafel, die über 60 Jahre in einer Schweizer Privatsammlung unentdeckt verweilte, kann nun dank einer umfassenden Untersuchung durch Dr. Bernd Konrad anhand des Originals dem umfangreichen Altarwerk des Meisters der Aachener Schranktüren zugeordnet werden. In seinem Gutachten weist Dr. Konrad auf fünf gleichformatige Tafeln hin, die Teile eines grossen Flügelaltars bildeten, wobei zahlreiche weitere Darstellungen dieses Retabels heute nicht mehr erhalten sind. Der Goldgrund unserer Tafel deutet darauf hin, dass es sich dabei um eine Innenansicht handelt, wobei die Rückseite Reste einer grossen Verkündigungsdarstellung aufweist, die aus mehreren Tafeln bestand und das Retabel in geschlossenem Zustand schmückte. Drei der noch erhaltenen Tafeln zeigen ebenfalls Szenen aus der Passion Christi. Diese wurden 1990 von Dr. Konrad dem Meister der Aachener Schranktüren zugeschrieben (siehe Konrad, Bernd, in: Grimm, Claus / Konrad, Bernd: Die Fürstenbergsammlungen Donaueschingen. Altdeutsche und schweizerische Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts, München 1990, S. 114, Kat. Nr. 10 mit Abb.). Die zwei letzten bekannten Tafeln aus diesem Altar weisen auf ihrer Rückseite weitere Teile der Verkündigungsszene auf. Auf ihrer Vorderseite ist eine Gruppe männlicher Heiliger auf der einen und eine Gruppe weiblicher Heiliger auf der anderen dargestellt (siehe Stange, Alfred: Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, Band II, München 1970, S. 78, Nr. 235). Demzufolge bestand die Gesamtansicht des Retabels im geöffneten Zustand aus vermutlich drei übereinanderliegenden Registern mit Passions- und Heiligendarstellungen und im geschlossenen Zustand aus einer grossen Verkündigungsszene. Das Mittelbild ist jedoch nicht bekannt. Dieser Aufbau ist vergleichbar mit einem weiteren Altarwerk aus der selben Werkstatt, dem kleinen Flügelaltar in St. Petri in Hamburg, der ebenfalls drei Register auf den Flügeln aufweist. Der Meister der Aachener Schranktüren verdankt seinen Namen einem aus mehreren Tafeln mit Szenen aus dem Marienleben bestehenden Altarwerk, die später als Schranktüren verwendet wurden und sich heute im Dommuseum in Aachen befinden (siehe Stange ebd., 1970, Nr. 227). Der Meister führte seine Werkstatt jedoch in Köln und nicht in Aachen. Die Datierung unseres Gemäldes Ende der 1480er Jahre ergibt sich aus dendrochronologischen Analysen dreier Pendanttafeln durch Dr. Peter Klein, Hamburg. MASTER OF THE AACHEN PANELS(active in Cologne, last third of the 15th century)Double-sided altar panel: Christ before Caiaphas and parts of an Annunciation scene. Circa 1485-90.Oil on panel. 49.5 x 48.5 cm. Expertise: Dr. Bernd Konrad, 22.1.2013. Provenance: - Staehelin-Paravicini collection, Basel.- Auction, March 1939 (as German master, 15th century, Christ before Pilate).- Swiss private collection.
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Lot 3004: STRIGEL, BERNHARD(um 1460 Memmingen 1528)Hl.
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Description: STRIGEL, BERNHARD(um 1460 Memmingen 1528)Hl. Christophorus mit Christuskind und Laurentius / Hl. Martin mit Bettler und Judas Thaddäus. Um 1485-90.Öl auf Holz. Je 46 x 72 cm.Gutachten: Dr. Bernd Konrad, 23.1.2013.Provenienz:- Sehr wahrscheinlich von einer Schweizer Kirche in Graubünden beauftragt.- Schloss Marschlins, Landquart.- Schweizer Privatsammlung. Literatur:- Poeschel, Erwin: Kdm Schweiz, Graubünden IV, Band 13, Die Täler im Vorderrhein, 1. Teil. Das Gebiet von Tamins bis Somvix, Basel 1942, S. 293-294.- Rettich, Edeltraud: Bernhard Strigel. Herkunft und Entfaltung seines Stils. Diss. Phil. Freiburg i. Br. 1965, S. 187-189, Abb. 1a und 1b.- Stange, Alfred: Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, Band II, München 1970, S. 194, Nr. 857b (als Werkstatt von Hans d. J. und Yvo Strigel).- Beckerath, Astrid von: Spätgotische Flügelaltäre in Graubünden und im Fürstentum Liechtenstein, Chur 1998, S. 252, Nr. 95.- Konrad, Bernd: Alfred Stange. Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, Band II, Radolfzell 2009, Nr. 857b mit Abb. (als Bernhard Strigel).Dr. Bernd Konrad datiert diese Tafeln in die frühe Schaffensphase des Künstlers um 1485-90. Er weist zudem darauf hin, dass sie wohl einst die Rückseiten von Predellen eines sehr grossen Retabels bildeten, die wahrscheinlich im Rahmengehäuse mit den Vorderseiten zusammengesteckt waren. Möglicherweise weisen sie auf ein verlorenes Mittelstück hin, wie am Blaubeurener Hochaltar von 1493-94 zu sehen ist, an dem Strigel zusammen mit Bartholomäus Zeitblom (um 1455-1518) arbeitete. Weitere schwäbische Retabel, beispielsweise der Hochaltar in St. Ursula in Rottenburg-Oberndorf oder zwei Tafeln in der Spitalkapelle von Pfullendorf (siehe Konrad, 2009, Nr. 315), weisen ebenfalls diese geteilten Predellen mit einer Darstellung Christi im Zentrum auf. Ob es sich bei unserem Retabel, wie es Rettich vermutet (siehe Literatur), um das für Brigels 1486 entstandene Altarwerk handelt (siehe Konrad, 2009, Nr. 867), bei dem ebenfalls noch Wandmalereien von Strigel erhalten sind, ist derzeit noch nicht zu bestätigen, aber scheint laut Konrad eine glaubwürdige Hypothese zu sein. STRIGEL, BERNHARD(circa 1460 Memmingen 1528)Saint Christopher with Jesus and Saint Lawrence /Saint Martin with a beggar and Judas Thaddaeus. Circa 1485-90.Oil on panel. Each 46 x 72 cm. Expertise: Dr. Bernd Konrad, 23.1.2013. Provenance: - probably commissioned by a Swiss church in Graubünden - Schloss Marschlins, Landquart.- Swiss private collection. Literature: - Poeschel, Erwin: Kdm Schweiz, Graubünden IV, Vol 13, Die Täler im Vorderrhein, 1st part. Das Gebiet von Tamins bis Somvix, Basel 1942, pp. 293-294.- Rettich, Edeltraud: Bernhard Strigel. Herkunft und Entfaltung seines Stils. Diss. Phil. Freiburg i. Br. 1965, pp. 187-189, fig. 1a and 1b.- Stange, Alfred: Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, vol II, Munich 1970, p. 194, No. 857b (as workshop of Hans d. J. and Yvo Strigel).- Beckerath, Astrid von: Spätgotische Flügelaltäre in Graubünden und im Fürstentum Liechtenstein, Chur 1998, p. 252, No. 95.- Konrad, Bernd: Alfred Stange. Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder vor Dürer, vol II, Radolfzell 2009, No. 857b with ill. (as Bernhard Strigel).
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Lot 3005: AUGSBURG, UM 1497Zwei Aussenseiten der Flügel
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Description: AUGSBURG, UM 1497Zwei Aussenseiten der Flügel eines Triptychons: Heilige Afra auf dem Scheiterhaufen / Maria Aegyptiaca. 1497.Öl auf Holz auf neuere Holzplatte aufgezogen. Oben mittig bezeichnet: sct afra / sct maria egiptiam.115,5 x 28,2 cm / 115,7 x 28,1 cm.Gutachten: - Dr. Alfred Stange, 9.5.1967 (als Meister des Nürnberger Rochus Altar).- Dr. Bernd Konrad, 9.1.2013.Provenienz:- Sammlung Graf Du Molin, wohl München.- Fürstlich Hohenzollerische Kunstsammlung, Sigmaringen, 1897 bis 1928 (als Nürnberger Maler 1497, Inv. Nr. 7318 und 7319).- Auktion der Fürstlich Hohenzollerischen Sammlungen, Frankfurt am Main, 1928, Nr. 69 und 70 (als Nürnberger Meister 1497).- Privatbesitz, Frankfurt am Main.- Kunsthandel Dr. Heinz Steinmeyer, München.- Auktion Lempertz, Köln, 21.4.1967, Los 796 (als Augsburger Meister um 1500). - Europäische Privatsammlung.Literatur:- Journal der Fürstlich Hohenzollernschen Sammlungen, 1896, S. 401.- Kurzes Verzeichnis der im Staedelschen Kunstinstitut ausgestellten Sigmaringer Sammlungen, Frankfurt am Main 1928, S. 13, Nr. 69 und 70.- Weltkunst, Jg. 31, 19a, 10.10. 1961, S. 22 mit Abb.Ausstellung:Frankfurt 1928, Sigmaringer Sammlungen, Staedelsches Kunstinstitut, Frankfurt, Nr. 69 und 70.Bei den hier angebotenen Tafeln handelt es sich um die Aussenansichten zweier Flügel eines ehemaligen Retabels. Die Innenansichten, die auf Goldgrund gemalt wurden, befanden sich laut Gutachten von Alfred Stange 1967 in englischem Privatbesitz (heutiger Verbleib unbekannt) und stellen die Heilige Katharina auf dem linken Flügel und den Heiligen Lazarus mit einem Schwert auf dem rechten Flügel dar. Auf diesen Innenseiten findet sich jeweils ein Teil der Datierung 1497. Die Mitteltafel oder der Schrein des Altars sind nicht bekannt. Die Tafeln waren wohl doppelseitig bemalt und wurden demnach zu einem unbekannten Zeitpunkt abgetrennt.Tatsächlich sind die Tafeln im Archiv der Fürstlich Hohenzollerischen Sammlungen noch als doppelseitig aufgeführt, doch in der Auktion von Lempertz 1967 wurden ausschliesslich die Aussenseiten verkauft. Dr. Konrad weist darauf hin, dass die ehemalige Zuschreibung unserer Tafeln an einen Nürnberger Meister, wie sie in der Hohenzollerischen Sammlungen und bei Stange 1967 vermerkt wurden, aus heutiger Sicht keinen Halt mehr hat. Vergleiche mit einer stilistisch verwandten Predella mit den Büsten der Heiligen Digna, Eutropia und Hilaria für die Kirche St. Ulrich und Afra in Augsburg sowie mit zwei im Zweiten Weltkrieg zerstörten (ehemals Germanisches Nationalmuseum Nürnberg) Flügeln eines Altars mit den Figuren der Heiligen Scholastika und Benediktus aus der Elisabethkapelle des Kausheimer Hofes in Augsburg weisen auf eine Entstehung unserer Tafeln im Augsburger Raum hin. Insbesondere weist die Ausführung der Predella gewisse Übereinstimmungen in der Formgebung der Köpfe und der Faltengebung der Kopfschleier auf und könnte wohl von der gleichen Hand stammen. Infrarotaufnahmen der Predella wie auch der hier angebotenen Tafeln haben interessante Unterzeichnungen, die von einem routinierten Maler zeugen, sichtbar gemacht. So sind die Augen, der Mund, die Nase und das Kinn der Heiligen Afra und Maria lediglich durch Kreise und Striche angedeutet. Bei der Augsburger Predella sind die vorgezeichneten Linien sogar vollends von der gemalten Ausführung losgelöst.Für eine Zuschreibung an einen Augsburger Meister sprechen zudem zahlreiche weitere vergleichbare Darstellungen der Heiligen Afra im 15. und frühen 16. Jahrhundert, einer der Hauptheiligen der Stadt (siehe beispielsweise Schad, Martha: Afra. Bilder einer Heiligen, Augsburg 1993). AUGSBURG, CIRCA 1497Two outer wings of a triptych: Saint Afra on the funeral pyre / Maria Aegyptiaca. 1497.Oil on panel laid on recent wooden panel. Inscribed centre top: sct afra / sct maria egiptiam.115.5 x 28.2 cm / 115.7 x 28.1 cm. Expertise: - Dr. Alfred Stange, 9.5.1967 (as Master of the Nuremberg Rochus Altar).- Dr. Bernd Konrad, 9.1.2013. Provenance: - Collection of Count Du Molin, probably Munich.- Collection of the prince of Hohenzollern, Sigmaringen, 1897 to 1928 (as Nuremberg painter 1497, Inv. No. 7318 and 7319).- Auction of the above collection, Frankfurt am Main, 1928, No. 69 and 70 (as Nuremberg master 1497).- Private collection, Frankfurt am Main.- Dr. Heinz Steinmeyer art dealer, Munich.- Lempertz auctions, Cologne, 21.4.1967, Lot 796 (as Augsburg master circa 1500). - European private collection. Literature: - Journal of the collections of the prince of Hohenzollern, 1896, p. 401.- Short account of the Signaring collections exhibited at the Staedelschen Kunstinstitut, Frankfurt am Main 1928, p. 13, No. 69 and 70.- Weltkunst, yr. 31, 19a, 10.10. 1961, p. 22 with ill. Exhibited: Frankfurt 1928, Sigmaringer Sammlungen, Staedelsches Kunstinstitut, Frankfurt, No. 69 and 70.
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